Ehrlichiose und Anaplasmose

Bei der Ehrlichiose handelt es sich um eine Erkrankung, bei der Bakterien – sogenannte Rickettsien -  einen bestimmten Teil der Blutzellen (die Monozyten) befallen und sich in diesen vermehren.

Die Krankheit wird durch die braune Hundezecke übertragen, die aber in unseren Breiten ohne Wirt nicht allein überlebensfähig ist. Meist wird diese Krankheit aus südlichen Ländern eingeschleppt bzw. die Hunde fangen sie sich dort ein. Sie ist nicht von Hund zu Hund übertragbar, nur durch den Zeckenbiss, und auch da erst, wenn die Zecke länger als 3 Stunden am Tier saugt.

Die Diagnose erfolgt mittels Bluttest.

In der akuten Phase der Erkrankung kann es zu verschiedenen Symptomen kommen: Fieber, Müdigkeit und Apathie, Magen-Darm-Probleme, Nasenbluten.

Verläuft die Krankheit chronisch, so besteht die Gefahr von Nieren- und Augenschäden.

Die Behandlung erfolgt schulmedizinisch mit einem Antibiotikum oder anderen vom Tierarzt zu verordnenden Mitteln.

Besser ist Prophylaxe durch schulmedizinische Mittel bei einer Planung einer Reise in südliche Gebiete. Hierzu ist ein Besuch beim Tierarzt anzuraten.

 

Anaplasmose

Die Anaplasmose ist der Ehrlichiose ähnlich. Ihr Erreger in Bezug auf Hund und Katze sind jedoch Anaplasmen, welche andere Blutzellen, die Thrombozyten, befallen. Der Erreger heißt genau Anaplasma platys und wird ebenfalls durch den Biss der braunen Hundezecke übertragen.

Die Symptome sind dieselben wie bei der Ehrlichiose, nur dass bei der Anaplasmose noch Lahmheiten möglich sind sowie Polyarhritis, und neurologische Störungen sind ebenfalls möglich. Das Auftreten der Symptome ist jedoch individuell unterschiedlich.

Die Behandlung läuft ähnlich die der Ehrlichiose ab und ist nur schulmedizinisch sinnvoll.

Auch hier ist wieder die Prophylaxe wichtig, falls man eine Reise in südliche Gebiete plant.

Die Tiere können aber auch beschwerdefrei bleiben, wenn sie die Infektion in sich tragen.