Zahnfleischentzündung
Bei Katzen kommt es häufiger zur Zahnfleischentzündung, teils auch als Begleitsymptom anderer Krankheiten wie den Infektionskrankheiten der Katze (FeLV, FIV, Infektion mit Herpes- und Caliciviren) und bei Pilzerkrankungen der Mundhöhle. Ein Bluttest kann bzgl. der genannten Infektionskrankheiten Sicherheit geben.
Bei der Gingivitis handelt es sich und eine entzündliche Veränderung des Zahnfleisches im Bereich der Zahnwurzelhaut und des Zahnfleischrandes, die einhergeht mit schmerzbedingten Problemen bei der Nahrungsaufnahme. Das kann in schlimmen Fällen bis hin zur Nahrungsverweigerung gehen.
Die Katze speichelt vermehrt und hat unter Umständen auffällig starken Mundgeruch. Die Kieferlymphknoten können geschwollen sein. Oft gehen die Tiere sich dann auch mit den Pfoten vermehrt ans Maul.
Das Problem ist, dass wenn die Zahnfleischentzündung nicht zurückgeht, sich Taschen um die Zähne entwickeln können, in denen sich dann Bakterien und Futterreste sammeln, die das Ganze noch weiter verstärken und die Zähne angreifen.
Bleibt die Zahnfleischentzündung unbehandelt, so kann es sein, dass die Zahnwurzeln sich mit entzünden und u.U. später die Zähne gezogen werden müssen.
Ansonsten gibt es noch einen Ausnahmefall, wo es auch zu einer unproblematischen vorübergehenden Gingivitis kommen kann: Kleine Kätzchen im Alter von ca. 5 – 6 Monaten zeigen oft eine leichte Gingivitis und riechen aus dem Maul. Das ist ganz normal, da in diesem Alter die bleibenden Zähne durchbrechen. In der Regel dauert der Zahnwechsel um die 6 Wochen. Danach sollte die Zahnfleischentzündung von alleine wieder verschwinden.